Der Kaffee schmeckt nicht? So holt ihr das Beste aus eurem Kaffee heraus!

Da habt ihr in einen hochwertigen Kaffee investiert und trotzdem schmeckt es nicht wie vom Barista? Das kann verschiedene Gründe haben und muss nicht unbedingt an eurer Kaffeesorte liegen. Der perfekte Kaffee hängt von ein paar Faktoren, wie dem Mahlgrad, der Wasserhärte, der Zubereitungsart oder der Kaffeemenge ab.

Häufig geht man davon aus, dass der Kaffee einfach schlecht schmeckt. Aber für den perfekt Kaffee gibt es einige Rahmenbedingungen die erfüllt werden müssen, um die besten Aromen aus den Kaffeebohnen herauszuholen. Stellt man fest, das weder die Qualität noch die Haltbarkeit des Kaffees der Fehler sind, solltet ihr folgende Tipps ausprobieren.

Die richtige Wasserhärte und Brühtemperatur finden! 

Nicht nur die Qualität des Kaffees ist von Bedeutung, sondern auch die Wasserqualität. Nicht jedes Wasser eignet sich für die Zubereitung. Die meisten Experten empfehlen eine Härte von 8 °dH. Doch wie erkennt man die Wasserhärte? Einige Internetseiten zeigen die Wasserhärte je nach Region an, es gibt auch die Möglichkeit ein Testset für zu Hause zu bestellen. Oftmals reicht es aber, wenn man das Leitungswasser vor dem Kochen durch eine Filterkanne laufen lässt. 

Allgemein gilt: 

  • Schmeckt euer Kaffee eher fade, liegt es daran, dass sich die Aromen, bei zu hartem Wasser nicht entfalten können.
  • Bei zu weichem Wasser wiederum schmeckt der Kaffee oft zu sauer oder bitter. 

Neben der richtigen Wasserhärte solltet ihr auch auf die Brühtemperatur eures Wassers achten. Die ideale Temperatur liegt zwischen 90 und 96 Grad Celsius. 

Allgemein gilt: 

  • Schmeckt der Kaffee bitter, ist die Wassertemperatur zu hoch.
  • Schmeckt der Kaffee sauer, ist das Wasser zu kalt.  

Als kleiner Tipp: Nachdem das Wasser gekocht hat, wartet 30-60 Sekunden bis ihr den Kaffee mit Wasser aufgießt. Auf keinen Fall den Kaffee mit sprudelndem Wasser übergießen, da die Aromen verloren gehen. 

Es kommt auf die Zubereitungsart an!

Wusstet ihr, dass der selbe Kaffee je nach Zubereitungsart unterschiedlich schmecken kann? Die verschiedenen Rahmenbedingungen führen dazu, dass die jeweilige Kaffeesorte ihre Aromen und Geschmacksausprägungen individuell entfaltet und der Kaffee unterschiedlich schmeckt. Hier seht ihr die beliebtesten Zubereitungsarten:

Direktaufguss

Eine der ursprünglichsten Varianten der Kaffeezubereitung ist der Direktaufguss, bei dem heißes, jedoch nicht kochendes Wasser über das Kaffeepulver gegossen wird. Es gibt einige unterschiedliche Varianten des Direktaufgusses: French Press, türkischer Kaffee.

Filterkaffee

Eine noch immer sehr gebräuchliche Variante des Aufbrühens von Kaffee ist das Filtern des Kaffeepulvers. Hierfür wird üblicherweise eine Papierfiltertüte in einen Filter gelegt, das Kaffeepulver eingefüllt und mit heißem Wasser übergossen, wie z.B. bei: Chemex, Aero Press, Handfilter, Mocca Master.

 

Siebträgermaschine

 Besonders beliebt bei Baristas und Espresso Experten ist die Siebträgermaschine.Sie gilt als Königsklasse der Kaffeezubereitung.
Denn nur wer sich mit der Röstung, Mahlgrad, Pulvermenge, Brühdauer und Getränkevolumen auseinandersetzt, bereitet den perfekten Espresso zu. 

Vollautomaten

Als wahre Alleskönner sind Vollautomaten in vielen privaten Haushalten sowie Büros beliebt. Egal ob Espresso, Milchkaffee oder Latte Macchiato – mit einem Vollautomaten erhält man auf Knopfdruck leckeren Kaffee.

 

 

Den falschen Mahlgrad gewählt?

Viele greifen zum vorgemahlenen Kaffee. Wieso auch nicht? Nur leider ist den wenigsten bewusst, dass der Mahlgrad ausschlaggebend für den Geschmack des Kaffees ist. Ein falscher Mahlgrad führt dazu, dass der Kaffee zu lange oder zu kurz mit dem Wasser in Berührung kommt und dann nicht mehr schmeckt. 

Allgemein gilt:

  • Schmeckt der Kaffee bitter oder zu stark, stelle den Mahlgrad höher.
  • Schmeckt der Kaffee sauer oder zu wässrig, verfeinere den Mahlgrad.

 

Damit ihr den richtigen Mahlgrad für eure bevorzugte Zubereitungsart zu Hause habt, solltet ihr lieber zu ganzen Kaffeebohnen greifen und in eine gute Kaffeemühle investieren. Auf diese Weise könnt ihr individuell den Mahlgrad anpassen. 

Allgemein gilt: 

  • fein gemahlen für Siebträger und Espresso-Kocher
  • mittel gemahlen für Handfilter, Kaffeemaschine, Chemex & Aero Press
  • grob gemahlen für die French Press

 

Zu viel oder zu wenig Kaffeepulver? Was ist die richtige Menge?

Je nach Tassengröße und Zubereitungsmethode werden unterschiedliche Mengen an Kaffeepulver benötigt. Allgemein spricht man von 16-18g auf 250 ml Wasser für Filterkaffee und 17g für Espresso in der Siebträgermaschine: Hier seht ihr eine Empfehlung für die optimale Pulvermenge abhängig von der Zubereitungsart:

  speicher-consorten-blog-kaffee_Kaffee-schmeckt-nicht_-bersichtschart

Empfehlung für unsere Kaffeesorten

So holt ihr das Beste aus unseren Kaffeesorten raus:

 

Experimentiert gerne mit der Zubereitungsart, dem Mahlgrad, Menge des Kaffeepulvers und der Brühtemperatur. Erst dann findet ihr die richtigen Rahmenbedingungen für euren Geschmack. Die Tipps oben sind Richtwerte, je nach Geschmacksvorlieben kann etwas davon abweichen.