Die Geschichte der Speicherstadt
Die Speicherstadt ist ein historisches Stück Hamburg, das seinen Teil zum Wohlstand der Stadt beitrug. Nachdem Otto von Bismarck die Hansestadt 1881 an den deutschen Zollverein angegliedert hatte, fiel der Startschuss zum Bau der Speicherstadt. Mit der Einweihung 1888 hatten dann Kaufleute die Möglichkeit Importe zollfrei im Freihafengebiet zu lagern und zu veredeln. Auf den Böden der insgesamt 24 Blöcke mit einer Lagerfläche von 300.000 Quadratmetern lagerten hauptsächlich Kaffee, Kakao, Gewürze und Tee, deren unverwechselbare Düfte fortan die gesamte Speicherstadt erfüllten.
Fast sechzig Jahre lang war die Speicherstadt ein boomendes Quartier mit unverwechselbarem Flair. Infolge der Bombenangriffe während des 2. Weltkrieges wurden leider auch 50 Prozent der Speicherstadt zerstört.
Nach dem Wiederaufbau revolutionierte der Container die Häfen der Welt und Waren wie Kaffee, Tee und Kakao wurden zunehmend lose in den großen Stahlboxen befördert. Die aufwendige Anlieferung per Schuten wurde zu teuer und viele Unternehmen gingen in den folgenden Jahrzehnten pleite.
In den 1980er Jahren hielten schließlich Teppichhändler aus aller Welt Einzug in die Speicherstadt und bleiben ihr bis heute treu. So ist Hamburg heute der größte Umschlagsplatz für Orientteppiche weltweit – noch vor Teheran und New York.
Heutzutage werden in der Speicherstadt nur noch vereinzelt die edlen Waren von damals gelagert.


